Lexikon

Beckenboden

Beckenboden – muskulär-bindegewebige Platte, die den Bauchraum nach unten abschließt. Besteht aus drei Schichten: Diaphragma pelvis (M. levator ani – Hauptmuskel), Diaphragma urogenitale, äußere Schließmuskelschicht.

Funktionen: Stützt Blase, Prostata/Uterus und Rektum. Gewährleistet Kontinenz (Harn und Stuhl). Ermöglicht kontrollierte Miktion und Defäkation. Beteiligt an Erektion und Ejakulation (M. bulbospongiosus, M. ischiocavernosus).

Pathologie: Beckenbodeninsuffizienz → Belastungsinkontinenz (Frau > Mann), Deszensus genitalis (Zystozele, Rektozele, Uterusprolaps). Beckenbodenhypertonie → chronische Beckenschmerzen (CPPS), Dyspareunie. Training: angeleitet durch Physiotherapie mit Biofeedback. Nach Prostatektomie: Beckenbodentraining ab dem 1. postoperativen Tag.

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