Katheterisierung – Einführen eines Katheters in die Harnblase zur Urinableitung oder Diagnostik. Häufigste invasive Maßnahme in der Urologie.
Formen: Transurethral (durch die Harnröhre – DK oder ISK), suprapubisch (durch die Bauchdecke – SPK). ISK (Intermittierender Selbstkatheterismus): Goldstandard bei neurogener Blasenentleerungsstörung und chronischem Restharn. 4–6× täglich, steriler Einmalkatheter, hydrophil beschichtet. Deutlich weniger Infektionen als DK. DK (Dauerkatheter): Silikon (alle 4–6 Wochen wechseln) oder Latex (alle 2 Wochen). Geschlossenes Ableitungssystem. Häufigste Komplikation: katheterassoziierter HWI (Risiko steigt 3–5% pro Katheter-Tag).