Lexikon

Nephrostomie

Perkutane Nephrostomie (PCN) – Einlage eines Drainageschlauchs durch die Haut direkt in das Nierenbecken unter Ultraschall-/Durchleuchtungskontrolle. Notfalleingriff zur Harnableitung bei Obstruktion.

Indikationen: Harnstauungsniere mit Infektion/Urosepsis (Notfall!), Harnleiterobstruktion durch Tumor (nicht passierbar für DJ-Stent), nach fehlgeschlagener DJ-Stent-Einlage, postoperative Harnleiterleckage, Pyonephrose.

Ablauf: Lokalanästhesie, Bauchlage oder Seitenlage. Ultraschallgesteuerte Punktion einer Kelchgruppe (bevorzugt untere/mittlere). Seldinger-Technik: Draht → Dilatation → Katheter (8–12 French). Anschluss an Beutel. Komplikationen: Blutung (selten transfusionspflichtig), Dislokation (10–15%), Infektion.

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