Lexikon

Hypospadie

Hypospadie – angeborene Fehlmündung der Harnröhre an der Unterseite des Penis (statt an der Eichelspitze). Häufigste angeborene Fehlbildung des männlichen Genitale (1:200–300 Neugeborene).

Formen nach Lage des Meatus: Glandulär/koronar (vordere Hypospadie, 70% – oft nur kosmetisch relevant), penile (mittlere, 15%), penoskrotal/perineal (hintere, 15% – funktionell relevant, mit Chordee/Penisverkrümmung). Therapie: OP zwischen 6–18 Monaten. Einzeitige Korrektur bei vorderer Hypospadie (TIP/Snodgrass – Erfolgsrate >95%). Zweizeitige Korrektur bei hinterer Hypospadie (Mundschleimhaut-Graft). Komplikationen: Fistelbildung (5–15%), Meatusstenose, Striktur.

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