Lexikon

Rezidiv

Rezidiv – Wiederauftreten einer Erkrankung nach zunächst erfolgreicher Behandlung. In der Uroonkologie unterscheidet man:

Biochemisches Rezidiv: Laborchemischer Hinweis auf Tumorwiederkehr ohne sichtbaren Tumor. Beispiel: PSA-Anstieg über 0,2 ng/ml nach radikaler Prostatektomie. Bedeutet nicht zwingend klinisch relevanten Tumor – kann auch sehr langsam progredient sein (PSA-Verdopplungszeit entscheidend).

Lokalrezidiv: Tumor kehrt am Ort der Erstbehandlung zurück. Beispiel: Blasenkrebs-Rezidiv nach TUR-B (häufig! 30–50% bei NMIBC), Prostatakarzinom-Rezidiv im Prostatabett. Behandlung: erneute Resektion, Salvage-Bestrahlung, Salvage-Prostatektomie.

Fernmetastasen: Tumorabsiedelung in entfernten Organen (Knochen, Lunge, Leber, Lymphknoten). Erfordert systemische Therapie (Hormontherapie, Chemotherapie, Immuntherapie, Radioligandentherapie).

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