Der Beckenorganprolaps (Pelvic Organ Prolapse, POP) bezeichnet das Absinken von Beckenorganen — Blase (Zystozele), Gebärmutter (Uterusprolaps) oder Enddarm (Rektozele) — durch einen geschwächten Beckenboden. Bis zu 50 Prozent der Frauen nach Geburten sind betroffen, oft jedoch ohne starke Symptome. Bei Beschwerden helfen Beckenbodentraining, Pessare oder operative Verfahren.
Bei urogenitalen Beschwerden in der Lebensmitte oder nach Schwangerschaften ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll – die Diagnostik ist niedrigschwellig, die Therapie meist gut wirksam. Erste Anlaufstelle sind Hausarzt, Gynäkologe oder Urologe. Für eine umfassende Behandlung kann eine interdisziplinäre Zusammenarbeit (Urologe, Gynäkologe, Beckenboden-Physiotherapeut) hilfreich sein.
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