Häufige Symptome: Pollakisurie (häufigeres Wasserlassen). Dranggefühl und Harndrang, besonders bei voller Blase. Flankenschmerz bei der Miktion (Reflux entlang des Stents). Blut im Urin (leicht, besonders bei Bewegung oder Sport). Beschwerden beim Sitzen oder bei bestimmten Körperpositionen.
Was hilft: Tamsulosin 0,4 mg (Alpha-Blocker lindert DJ-Beschwerden nachweislich). Ausreichend trinken. Butylscopolamin (Buscopan) bei Krämpfen. Sport einschränken (kein Springen, kein schweres Heben). Schmerzmittel (Ibuprofen) bei Bedarf.
Einlage: Während der URS oder als eigenständiger Eingriff in Kurznarkose. Dauer: 5–10 Minuten. Über die Harnröhre und Blase wird der Stent unter Röntgendurchleuchtung in den Harnleiter vorgeschoben.
Liegedauer: In der Regel 1–4 Wochen nach URS. Bei Harnleiterverletzung oder nach Harnleiter-Reimplantation: 4–6 Wochen. Maximal: 6 Monate (danach Verkrustungsgefahr → Wechsel nötig).
Entfernung: Ambulant per flexibler Zystoskopie – dauert 30 Sekunden, ist unangenehm aber kurz. Alternativ: Faden-DJ (Faden hängt aus der Harnröhre – Patient zieht ihn nach Anweisung selbst).
Leichter Sport (Spazieren, leichtes Radfahren) ist möglich. Intensive Belastung, Springen und Kontaktsport sollten vermieden werden, da sie die Beschwerden verstärken und Blutungen auslösen können. Nach Entfernung des Stents gibt es keine Einschränkungen mehr.
Unangenehm, aber sehr kurz – buchstäblich 30 Sekunden. Ein flexibles Zystoskop wird eingeführt, der Stent mit einer Zange gefasst und herausgezogen. Danach leichtes Brennen beim Wasserlassen für einige Stunden. Kein Vergleich zum Tragen des Stents – die meisten Patienten sind erleichtert.