Ein normaler Harnstrahl ist kräftig, gleichmäßig und entleert die Blase in 20–30 Sekunden. Warnsignale die auf ein Problem hindeuten:
→ Harnstrahl wird dünner und schwächer
→ Startverzögerung – Sie müssen warten bis es losgeht
→ Pressen nötig um den Urin herauszubekommen
→ Harnstrahl stottert oder unterbricht sich
→ Nachträufeln nach dem Wasserlassen
→ Gefühl der unvollständigen Entleerung
Diese Symptome entwickeln sich meist schleichend über Monate bis Jahre. Viele Männer gewöhnen sich daran – aber ein schwacher Harnstrahl ist NICHT normal und kann behandelt werden.
Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) – Sie urinieren in ein Messgerät. Dauert 30 Sekunden. Objektive Messung: Normal >15 ml/s, <10 ml/s = deutlich obstruiert. Kurvenform zeigt die Ursache (Plateau → Striktur, Glocke → normal, abgeflacht → BPH).
Restharn-Messung – Ultraschall direkt nach dem Wasserlassen. >50ml = relevant, >100ml = behandlungsbedürftig. >300ml = Gefahr der Blasenüberdehnung!
Prostata-Ultraschall – Größe (normal <25ml, BPH oft 40–100ml+), Mittellappen?, Blasenwanddicke (verdickt → chronische Obstruktion).
PSA-Wert – Ausschluss Prostatakrebs.
IPSS-Fragebogen – 7 Fragen zu Ihren Beschwerden, Punktwert 0–35 (mild 0–7, moderat 8–19, schwer 20–35).